Warum die Schwindelfortbildung und -ausbildung?

Betroffene suchen vergeblich nach Experten. Betroffene werden falsch oder gar nicht behandelt!

HNO-Ärzte und Neurologen wünschen sich spezialisierte Therapeuten, die Sie bei der Behandlung dieser Patientengruppe unterstützen!

Angestellte: Profilieren Sie sich mit dieser Expertise im Arbeitsmarkt. Jede Praxis und jedes Krankenhaus braucht einen Experten für Schwindel!

Selbstständige: Profilieren Sie Ihre Praxis, indem Sie neue Kooperationen mit HNO-Ärzten und Neurologen aufbauen. Sie und Ihre Mitarbeiter werden Ihre Patienten und auch die Ärzte von Ihrer Kompetenz überzeugen.

Nicht nur der Titel, sondern auch der Eintrag in die Therapeutenliste, soll Ärzten und Patienten helfen, den Experten für Schwindel in ihrer Nähe zu finden. Ein Netzwerk für Betroffene ist das größte Ziel dieses Projektes!

Bild zur Schwindelfortbildung- und ausbildung bei IVRT

Warum die Fortbildung und Ausbildung beim IVRT?

Die Inhalte der Fortbildung beruhen 1:1 auf dem Buch „Vestibular Rehabilitation“ von Prof. Herdman, die wohl renommierteste Expertin im Bereich der vestibulären Rehabilitation!

Die Inhalte der Fortbildung zum Schwindeltherapeuten wurden von Dr. Heusel-Gillig, die aktuelle physiotherapeutische Leitung des Schwindelzentrums der Emory Clinic, und vom geschätzten, deutschen Experten Dr. von Brevern überprüft und von beiden Experten für sehr gut befunden worden.

Firat Kesgin, der Leiter und Gründer des Instituts, versucht jedes Jahr ein Seminar bei einem internationalen Experten zu absolvieren, damit die Inhalte seiner Fortbildung stets aktuell bleiben und fachlich erweitert werden. Zuletzt war er im September 2017 für ein Praktikum im Schwindelzentrum der Emory Clinic, die ehemals von Prof. Herdman geleitet wurde und als Hochburg der vestibulären Rehabilitation gilt! Herr Kesgin selbst führt seit 2015 eine Praxis, die sich auf die Behandlung des vestibulären Schwindels spezialisiert hat. Hunderte erfolgreich behandelte Patienten mit Lagerungsschwindel und anderen vestibulären Erkrankungen lassen ihn auf ein großes Repertoire von Fallbeispielen zurückblicken, die er beim Unterrichten immer wieder mit seinen Kursteilnehmern teilt.

EXKLUSIV: Die Absolventen der IVRT Ausbildung erhalten Zugang zum passwortgeschützten, internen Bereich in der alle Assessments, Tests, Übungen und Behandlungen als Videodatei abgespielt werden können. Hierdurch gewährleisten wir, dass unsere Absolventen die praktischen Inhalte der Fortbildung nicht vergessen und immer wieder in Erinnerung rufen können!

Die Fortbildung zum Schwindel- und Vestibular-Therapeuten

Das Institut für die vestibuläre Rehabilitationstherapie wurde mit dem Ziel gegründet, Therapeuten auf dem Gebiet der vestibulären Erkrankungen besser zu schulen und folglich durch die Ausbildung zum Schwindel- und Vestibular-Therapeuten ein Netzwerk von Experten für Betroffene und Ärzte zu schaffen.

Die Ausbildung besteht aus einem zweitägigen Grundkurs (Modul I) und einem zweitätigen Aufbaukurs (Modul II). Modul I ist die Voraussetzung für Modul II. Es wird nur Modul I des IVRT anerkannt, da die Inhalte der Fortbildungen von Referent zu Referent stark variieren.

Um in die Therapeutenliste des IVRT aufgenommen zu werden, ist die erfolgreiche Teilnahme an der Prüfung, die im Anschluss zum Modul II stattfindet, vorausgesetzt. Nur so können wir Betroffenen und auch Ärzten kompetente Therapeuten versprechen. Eine Teilnahme am Modul II ohne die Prüfung ist möglich, allerdings können die Teilnehmer in diesem Falle nicht in die Therapeutenliste aufgenommen werden und erhalten auch nicht das Zertifikat zum Vestibular-Therapeuten. Die Teilnehmer erhalten in diesem Fall nur die Teilnahmebestätigung.

Um stets aktuelle Kenntnisse und Kompetenzen unserer IVRT-zertifizierten Therapeuten zu gewährleisten, ist der Eintrag in die Therapeutenliste für drei Jahre befristet. Nach Ablauf der drei Jahre können die Therapeuten durch die Teilnahme an einem eintägigen Refresher-Kurs den Eintrag in die Therapeutenliste wieder um weitere 3 Jahre verlängern.

Modul 1

Ausbildung zum Vestibular-Therapeuten: Modul I

Anwendungsbild zur Ausbildung zum Vestibular-Therapeuten: Modul I Untersuchung vestibuläre Störung

Eine Störung des Vestibularorgans ist mit Abstand die häufigste Ursache für den Schwindel. Die Auswertungen mehrerer Kliniken zeigen, dass eine vestibuläre Störung in 50% der Fälle das Leitsymptom „Schwindel“ verursachte. Der vestibuläre Schwindel hat unter Erwachsenen eine Jahresprävalenz von 5% in Deutschland und tritt somit sehr häufig auf. Allerdings werden die meisten Fälle werden nicht richtig diagnostiziert oder behandelt. Deutlich wird dies am Beispiel des gutartigen, paroxysmalen Lagerungsschwindels: Lediglich 8% der Patienten erhielten die richtige Behandlung. Auch während der therapeutischen Ausbildungen wird kaum etwas über die Behandlung des vestibulären Systems gelehrt. Daher kommt man schnell zu dem Schluss: Es ist höchste Zeit sich diesbezüglich fortzubilden! Vor allem gilt dies, da die vestibuläre Rehabilitationstherapie den Schwindel sehr effektiv behandeln kann.

Das Symptom „Schwindel“ sollte ebenfalls nicht als geriatrisches Syndrom abgestempelt werden. Vom vestibulären Schwindel sind alle Altersgruppen betroffen und die Inhalte der Fortbildung sind für alle Kollegen eine wichtige Erweiterung für das therapeutische Repertoire. Zum Beispiel kommt es oft vor, dass Sportler nach einer Kopfverletzung unter vestibulären Symptomen leiden. Auch für Kollegen, die sich auf die Halswirbelsäule oder das Kiefergelenk spezialisiert haben, und demnach dem Symptom „Schwindel“ täglich begegnen, ist die Differenzierung des Schwindels äußerst essenziell. Des Weiteren liegt es auf der Hand, dass auch die spezifische Therapie des Gleichgewichtsorgans im Bereich der Sturzprophylaxe eine sehr wichtige Rolle spielt. Kurzum: Die Ausbildung zum Schwindel- und Vestibular-Therapeuten ist eine Weiterbildung, die sich für jeden lohnt und wovon jeder profitiert!

Kursinhalt

Anwendungsbild zur Theorie u.a. die Untersuchung des Vestibularorgans

Theorie

  • Relevante Anatomie und Physiologie
  • Pathologie: Akustikusneurinom, Neuropathia Vestibularis, Morbus Menière, idiopathische Vestibulopathie und gutartiger, paroxysmaler Lagerungsschwindel
  • Ärztliche Untersuchungen kennen, verstehen und interpretieren
  • Relevante Pharmakologie

Praxis

  • Untersuchung des Vestibularorgans: Diagnostische Tests bzw. Testbatterie mit hoher Zuverlässigkeit, um eine vestibuläre Schwäche/Störung festzustellen
  • Übungen im Rahmen der vestibulären Rehabilitationstherapie: Die evidenzbasierte und effektive Therapie bei vestibulärem Schwindel
  • Diagnose und Behandlung des benignen, paroxysmalen Lagerungsschwindels: Zuverlässige Lagerungsproben und evidenzbasierte Befreiungsmanöver
  • Assessments: Dizziness Handicap Inventory, Berg Balance Skala und Functional Gait Assessment
  • Schwindel bei HWS-Syndrom? Einfache Tests zur Differenzierung und das propriozeptive HWS-Training

 

Modul 2

Ausbildung zum Vestibular-Therapeuten: Modul II

Anwendungsbild zum Kursteil Modul II vertiefte Kenntnis über vestibuläre Ursachen

Durch die Teilnahme an Modul II werden sie zum zertifizierten „Vestibular- und Schwindel-Therapeuten“ und können sich im interdisziplinären Rahmen profilieren. Hierfür ist neben der vertieften Kenntnis über vestibuläre Ursachen, auch die Kenntnis über nicht-vestibuläre Ursachen wichtig. Im diagnostischen Teil stehen daher die nicht-vestibulären Ursachen im Fokus. Des Weiteren werden therapeutische Ansätze für die Behandlung nicht-vestibuläre Ursachen, wie z.B. den orthostatischen Schwindel, vorgestellt.

Im Kursteil „Behandlung“ stehen komplexe, vestibuläre Erkrankungen wie z.B. die vestibuläre Migräne, der posttraumatische Schwindel und der somatoforme bzw. funktionelle Schwindel im Fokus. Außerdem werden Fragen geklärt wie: Meine Patientin hat nur im Liegen Schwindel, aber die Lagerungsproben für alle Bogengänge waren negativ, was könnte sie noch haben? Oder: In der Anamnese deutet alles auf eine vestibuläre Ursache hin, aber meine Tests sind alle negativ. Handelt es sich um den somatoformen Schwindel und wie kann ich diesen Schwindel behandeln?

Auch wenn Modul I für die Behandlung von einfachen Fällen genügt, ist doch die Teilnahme an Modul II notwendig, um auch komplexere Fälle lösen zu können. Auch bietet der „Demo-Patient“ in Modul II, der gemeinsam untersucht und behandelt wird, eine Chance, um sein Wissen zu erweitern.

Durch die Kenntnisprüfung am Ende von Modul II können sie sich zum „Schwindel- und Vestibular-Therapeuten“ zertifizieren lassen. Bei erfolgreicher Teilnahme werden sie in das Therapeutenverzeichnis des IVRT aufgenommen. Das Therapeutenverzeichnis des IVRT wird intensiv durch Betroffene genutzt und hat schon viele Patienten erfolgreich vermittelt. Die Kenntnisprüfung ist nur für das Zertifikat und die Therapeutenliste notwendig, d.h. sie können auch an dem Kurs teilnehmen ohne eine Prüfung abzulegen.

Kursinhalt:

Anwendungsbild zur Theorie Pathologie nicht-vestibulärer Ursachen

Theorie

  • Pathologie nicht-vestibulärer Ursachen: Nebenwirkungen von Medikamenten, kardiovaskuläre Ursachen, psychogene Ursachen und metabolische/internistische Ursachen
  • Pathologie: Vestibuläre Migräne, posttraumatischer Schwindel und somatoformer/funktioneller Schwindel
  • Vestibuläre Rehabilitationstherapie in der Pädiatrie

Praxis

  • Therapeutische Befunderhebung und Behandlung bei nicht-vestibulären Erkrankungen
  • Weitere Tests/Assessments für u.a. den posttraumatischen Schwindel und den visuellen Schwindel
  • Alternative vestibuläre Rehabilitation: Behandlung der vestibulären Migräne, des posttraumatischen Schwindels und des funktionellen Schwindels
  • Gemeinsame Befunderhebung und Behandlung eines „Demo-Patienten“

 

Prüfung

Anwendungsbild zur Prüfung nach Abschluss des Modul II-Kurses

Um die Kenntnisse und Kompetenzen unsere IVRT-zertifizierten Teilnehmer zu gewährleisten und um Ärzten und Betroffenen kompetente Therapeuten zu versprechen, halten wir eine Prüfung im Anschluss des Modul II-Kurses für notwendig.

Die Fortbildung, das Skript und die Referenten werden Sie optimal auf die Prüfung vorbereiten und folglich ist bei einer aktiven und engagierten Teilnahme eine hohe Erfolgsrate zu erwarten. Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung.

Die schriftliche Kenntnisprüfung besteht aus 20 Multiple-Choice-Fragen. Im praktischen Teil wird der Teilnehmer gebeten, zwei praktische Kompetenzen zu demonstrieren. Bitte laden Sie die PDF-Datei mit den Übungsfragen herrunter, um sich eine besseres Bild von der Prüfung zu machen. In der Datei werden Beispiel-Fragen zur schriftlichen und praktischen Prüfung wiedergegeben.

Zusammengefasst können wir Betroffenen und Ärzten versprechen, dass unsere Teilnehmer eine anspruchsvolle Weiterbildung bestehend aus 36 Unterrichtseinheiten Lehre und Training absolviert und an einer schriftlichen sowie praktischen Prüfung erfolgreich teilgenommen haben.

Kontaktieren Sie bitte das IVRT bei weiteren Fragen zur Prüfung.

 

Icon für PDFÜbungsfragen als PDF